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Natur erleben und begreifen

Natur erleben und begreifen

Besonders motivierend stiegen die Drittklässler der Grund- und Mittelschule Wurmannsquick am 16.10.25 in das neue Thema „Der Wald“ ein. 

Kurz nach Schulbeginn ging es mit dem Bus zum heutigen Lernort in der Nähe des alten Schilifts. Empfangen wurden die Kinder und ihre Begleitpersonen feierlich von den Jagdhornbläsern. Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Kuttner, dem Vorsitzenden des Bayrischen Jagdverbandes der Kreisgruppe Eggenfelden und Herrn Bruckmeier, der jedes Jahr die Organisation des Tages übernimmt, konnten die Kinder an vier Stationen Interessantes zum Wald und zur Jagd erfahren.

 

Waldwanderung - Leitung durch Herrn Bruckmeier:

Direkt am Schilift ging es erstmal einige Meter steil nach oben, bis wir schließlich am Wald ankamen. Leise – um die Tiere nicht zu stören – ging es nun auf Entdeckungstour, wobei wir immer wieder Halt machten, um etwas zu besprechen und zu erfahren. Obwohl das Thema „Wald“ noch nicht im Unterricht behandelt wurde, hatten die Schüler und Schülerinnen schon ein großes Vorwissen und halfen mit Brombeere, Weißdorn oder die Fichte u.a. genauer zu bestimmen. War der gefundene Zapfen nun ein Fichten- oder Tannenzapfen? Und wer hätte wohl gedacht, dass man aus dem Farn ein Entwurmungsmittel für Haustiere herstellen kann? Schließlich gab es auch noch Tierspuren zu entdecken, wie einen Maulwurfshügel und einen Bau tief im Wald. Na wem der wohl gehört? Wir erfuhren, dass neben dem Fuchs auch der Dachs und das Wildkaninchen unterirdische Unterschlüpfe bauen.

 

Heimische (Wald-)Tiere - Leitung durch Herrn Kuttner:

Da Tiere sich ja eher nicht auf Kommando zeigen, war es besonders anschaulich an dieser Station des neuen Lehrmobils verschiedene Tierpräparate genau betrachten zu können. Zunächst durften die Kinder selbst erzählen, welche der gezeigten Tiere sie schon kennen und benennen können. Anschließend schauten wir uns einige Greifvögel wie die z.B. die Schleiereule (Nachtgreifvogel) und den Bussard (Taggreifvogel) genauer an. Bei den Singvögeln waren den Kindern dann doch mehrere bekannt: der Spatz, die Kohlmeise oder die Blaumeise. Erstaunt waren die Kinder tatsächlich vom Aussehen des Kuckucks. Dass er die Eier in fremde Nester legt, hatten auch viele nur für ein Märchen gehalten… Am Ende erfuhren wir noch Interessantes zu den Spechten und Wasservögeln.

 

Jagdhund – Leitung durch Herrn Scheid

Besondere Freude hatten die Schüler an dieser Station. Herr Scheid hatte nämlich neben seinem schlauen Jagdhund Aika auch ein totes Kaninchen dabei. So konnten die Kinder erleben, warum man zur Jagd überhaupt einen Hund braucht und mitnimmt. Neben dem Aufspüren und Verfolgen von Wild gehört es zur Hauptaufgabe eines Jagdhundes das erlegtes oder ein angefahrenes Wild im Straßenverkehr aufzufinden. Um diese Fähigkeit bei Aika zu testen, zogen die Jungen und Mädchen das Kaninchen an einem Seil durchs Gras und versteckten es an einem geheimen Ort. Und tatsächlich: Aika nahm jedes Mal die richtige Fährte auf und fand das Kaninchen.

 

Jagdutensilien – Leitung durch Herrn Schreiber:

Auf mehreren Tischen hatte Herr Schreiber verschiedene Utensilien zur Jagd ausgestellt, die von Franz Lohr zur Verfügung gestellt waren, diese durften wir uns alle genau anschauen. Natürlich darf ein Gewehr nicht fehlen, was uns der Jäger gleich zu Beginn zeigte. Um die Munition besser griffbereit zu haben, gibt es einen speziellen Gürtel mit vielen Fächern für die verschiedenen Patronen. Als Nächstes duften die Kinder selbst in ein Jagdhorn blasen, was unglaublich gut klappte, obwohl Herr Schreiber betonte, dass das gar nicht so leicht ist und nur mit der richtigen Lippen- Technik funktioniert. Nachdem noch verschiedene Locker zum Anlocken von Tauben oder Enten, Wildschweinzähne, verschiedene Felle und ein Handwärmer, der mittels eines brennenden Kohlestücks zwei Stunden beim Ansitz die Hände wärmt, gezeigt wurden, machte Herr Schreiber mit den Kindern noch einen kleinen „Hörtest“ - mit einem Mauspfeifferl, das zum Anlocken eines Fuchses dient. Tatsächlich konnten ihn alle bestehen.   

Nach der Hälfte der Zeit gab es eine leckere Brotzeit für die Kinder, wobei hier vor allem der Familie Bruckmeier für die Organisation gedankt sei. Besonders aber den Sponsoren, wie der Bäckerei Moser, der Metzgerei Lohmer und dem Getränkemarkt Grübl. So konnte man gut gestärkt den Wald und die Jagd weitererforschen. 

Nach drei Stunden ging ein spannender Vormittag zu Ende. Zum Schluss bedankte sich Frau Laerum bei den Jägern für diesen spannenden Tag und die beiden Klassensprecher überreichten Herrn Bruckmeier ein kleines Geschenk, der dieses „Event“ (wie ein Schüler später in der Schule sagte) als Hauptansprechpartner und Bindeglied zwischen Schule und Jagdverband organisierte.