Während Freitag, der 13., für manche ein Unglückstag sein mag, war der 13. Februar 2026 für die Grund- und Mittelschule ein Tag der Freude und lebendigen Geschichte. Der Busparkplatz der Schule verwandelte sich in eine Bühne für bayerisches Brauchtum: Die Schäfflergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Arbing e.V. war zu Gast und führte ihren traditionellen Tanz auf.
Schüler, Lehrer und zahlreiche anwesende Eltern staunten nicht schlecht, als die Tänzer in ihren markanten Uniformen, begleitet von Musik und den grünen Buchsbögen, ihre kunstvollen Figuren zeigten. Besonders für die Kinder war es ein beeindruckendes Erlebnis, diese alte Tradition hautnah miterleben zu dürfen.
Der Schäfflertanz ist mehr als nur eine Folklore-Darbietung. Er geht ursprünglich auf das Jahr 1517 in München zurück. Damals wütete die Pest, und das öffentliche Leben war fast zum Erliegen gekommen. Es waren die Schäffler (Fassmacher), die als Erste wagten, wieder auf die Straße zu gehen. Mit ihrem Tanz wollten sie die verängstigte Bevölkerung aus den Häusern locken und zeigen, dass das Leben weitergeht. Diese Botschaft von Zuversicht und Lebensfreude ist bis heute der Kern des Brauchtums, das traditionell nur alle sieben Jahre zur Aufführung kommt.
Unter den Zuschauern befand sich auch ein besonderer Ehrengast: Bürgermeister Georg Thurmeier ließ es sich nicht nehmen, dem Spektakel beizuwohnen und die Darbietung der Arbinger Gruppe zu würdigen.
Ein solches kulturelles Highlight an einer Schule möglich zu machen, bedarf Unterstützung. Ein großer Dank gilt daher der Marktgemeinde Wurmannsquick, die diesen Auftritt finanziell ermöglichte und den Schülern damit eine lebendige Geschichtsstunde der besonderen Art schenkte.

