Reischach/Wurmannsquick. Wie vielseitig das moderne Schreinerhandwerk ist, erlebten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Wurmannsquick bei einer Betriebserkundung am 11. Mai 2026. Ziel der Exkursion war die Möbel-Schreinerei Hölzlwimmer in Reischach, wo die Jugendlichen den gesamten Entstehungsprozess eines Möbelstücks mitverfolgen konnten.
Geschichte und Verkaufsräume: Der Weg zum fertigen Produkt
Die Erkundung begann mit Max Hölzlwimmer, der die Klasse gemeinsam mit Max Hölzlwimmer jun. durch die weitläufigen Verkaufsräume führte.
Dabei erhielten die Schüler wertvolle Informationen zur Geschichte des seit 1962 bestehenden Familienunternehmens. Ein besonderes Highlight war die Präsentation der fertigen Endprodukte: An den ausgestellten Küchen konnten die Jugendlichen sehen, welche Perfektion und Qualität in der eigenen Produktion in Reischach erreicht wird. So erhielten sie einen umfassenden Einblick in die gesamte Kette vom Unternehmen als Ganzes bis hin zum fertigen Absatzobjekt.
Einblick in die moderne Fertigung
Anschließend übernahm Werkstattleiter und Schreinermeister Bernhard Stallhofer die Führung in der Werkstatt. Dort bot sich der Klasse ein besonderes Bild: Zwischen modernsten Fertigungsanlagen wachen „Pumuckl“ und „Meister Eder“ als Puppen über die Hobelbänke – ein Symbol für den Erhalt des ursprünglichen Handwerksgeistes.
Bernhard Stallhofer erläuterte anschaulich die verschiedenen Produktionsschritte und demonstrierte die Präzision moderner Maschinen am Beispiel einer hochwertigen Kommode.
Die Schüler lernten dabei, wie viel technisches Know-how heute nötig ist, um individuelle Maßmöbel, wie sie unter der hauseigenen Marke „h-design“ entstehen, mit Hilfe modernster Technik zu fertigen.
Handwerkliches Geschick und eine Stärkung
Nach dem theoretischen Teil und einem Rundgang durch die Ausstellung stand eine gemeinsame Stärkung auf dem Programm: Die Firma Hölzlwimmer lud die gesamte Klasse zu einer Brotzeit ein. Frisch gestärkt durften die Jugendlichen anschließend selbst aktiv werden. Unter fachkundiger Anleitung fertigte jeder Schüler ein eigenes Brotzeitbrettl an, das als bleibende Erinnerung mit nach Hause genommen werden durfte.



Die Freude über das selbst hergestellte Werkstück war groß – besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Vatertag, für den viele nun bereits ein passendes und persönliches Geschenk parat hatten.
Ein voller Erfolg für die Berufsorientierung
Der Besuch unterstrich die Bedeutung lokaler Handwerksbetriebe als attraktive Arbeitgeber und Ausbildungsstätten. Die Verbindung aus ökologischem Bewusstsein, modernster Technik und handwerklichem Können hinterließ bei den Schülern einen bleibenden Eindruck. Dass die Erkundung auch ganz praktische Früchte trägt, zeigte sich zum Abschluss: Zwei Schüler der 8. Klasse konnten sich bereits Praktikumsplätze für die nächsten beiden anstehenden Praktika sichern und freuen sich darauf, bald noch tiefer in den Arbeitsalltag der Schreinerei einzutauchen.


